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Epikondylitis Entzündungen der Sehnenansätze, auch Tennis- bzw. Golfer-Ellenbogen

Hierbei handelt es sich um eine chronische Überlastung am Ursprung der Streckmuskulatur (am äußeren Epicondylus des Ellenbogens beim Tennisellenbogen, dagegen am inneren beim Golfer-Ellenbogen), die zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion an der Knochenhaut als Folge von unverheilten Mikrorupturen der Strecksehnen-Fasern führen.

Meistens führt eine abwartende Haltung und Physiotherapie nach einigen Wochen und Monaten zu einer spontanen Besserung.

Ziel

Wenn alle konservativen Anwendungen auch nach frühestens 3-6 Monaten nicht zur Beschwerdefreiheit führen, ist die Indikation zur Operation zu stellen. Hierbei soll eine schmerzfreie Funktion der betroffenen Muskeln wieder hergestellt werden.

Technik

Hierbei wird in der von uns bevorzugten Technik nach Wilhelm der krankhaft veränderte Anteil in der Sehne des Musculus extensor carpi radialis brevis (ECRB) entfernt und der Knochen im Bereich des Epicondylus mehrfach angefrischt, bzw. angebohrt. Durch die im Blut enthaltenen Zellen kommt es nach Naht der Sehnenfascie zu einer verbesserten Heilung des Gewebes auf dem Knochen. Zusätzlich werden zur Schmerzbefreiung die feinen, schmerzleitenden Nerven auf der Knochenhaut unterbrochen. Dieser Eingriff erfolgt in einer offenen Technik mit einem Hautschnitt von ca. 4 cm.

Die Nachbehandlung

Die Nachbehandlung sieht eine Ruhigstellung von 3 Wochen in einer Kunstoffgips-Schiene  vor. Danach beginnt die vorsichtige, passive Beübung unter krankengymnastischer Anleitung.

Nach ca. 8 Wochen sollte dann die berufl. Tätigkeit schmerzfrei möglich sein, nach frühestens 3 Monaten jedoch erst wieder Sport getrieben werden.

Die Nachbehandlung und Erfolgsrate ist beim Golferellenbogen (Epicondylitis Medialis)erfahrungsgemäß etwas länger und ungünstiger, da hier in einem hohen Prozentsatz chronische Irritationen des Ellennerven (=N. ulnaris) beteiligt sind.