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Schulterarthrose (Omarthrose) Chirurgische Behandlung

Schulterarthrose – was versteht man darunter?

Hierbei handelt es sich um degenerative Verschleißerscheinungen des Knorpelgewebes im Gelenk. Im Schultergelenk findet sich Knorpelmasse, die stärkeren Belastungen ausgesetzt ist, vor allem zwischen Oberarmkopf (Caput humeri) und Schulterpfanne des Schulterblattes (Glenoid der Scapula). Durch den Abbau des Knorpels wird der Gelenkspalt schmäler, die Gelenkflächen sind nicht mehr ausreichend durch Knorpelgewebe geschützt und reiben in der Folge aufeinander.

Schulterarthrose – Ursachen der Omarthrose

Bei Arthrosen im Schultergelenk handelt es sich in den meisten Fällen um altersbedingte Abbauerscheinungen des Knorpels (primäre Arthrose), seltener um krankhafte oder unfallbedingte knorpelverändernde Prozesse (sekundäre Arthrosen). Sekundäre Arthrosen entstehen zum Beispiel als Folge von Schulterluxationen, Fehlfunktionen der umgebenden Muskeln und Sehnen, nach Gelenkentzündungen oder Nekrosen. Menschen über 65 Jahre und Männer sind am häufigsten betroffen.

Die Auswirkungen sind anfangs kaum zu bemerken, da sich der Abbau des Gelenkknorpels schleichend entwickelt und erst in einem relativ späten Stadium zu Schmerzen und teils massiven Bewegungseinschränkungen führen kann. Schmerzen beim Drehen oder Heben des Armes, Gelenksteifigkeit und Schmerzen beim Liegen oder nach einer Ruhephase sind häufig. Plötzlich auftretender, stechender Schmerz bei bestimmten Bewegungen des Oberarmes (Anheben, Rückwärtsdrehung) können ebenfalls ein Hinweis auf eine Omarthose sein.

Symptome, Diagnostik und Therapie

Schulterarthrose – Charakteristische Symptome

Reicht die vorhandene Knorpelmasse nicht mehr aus, um den gegenseitigen Druck der Gelenkflächen abzufedern und die Funktion des Knorpels als Puffer und Stoßdämpfer im Gelenk zu erfüllen, werden die Gelenkflächen durch Reibung in Mitleidenschaft gezogen.

Schulterarthrose – Diagnostik

Diagnostiziert wird die Schulterarthrose (oder wie Sie im der Fachsprache heißt: Omarthrose) durch ein ausführliches Anamnesegespräch, bei dem mögliche Risikofaktoren und einschlägige Vorerkrankungen erhoben werden. Anschließend werden mögliche Veränderungen am Schultergelenk – besonders die charakteristische Verschmälerung des Gelenkspaltes sowie Verformungen am Humeruskopf oder am Glenoid – mittels Röntgen oder wenn erforderlich mittels CT ggf. mit „Dreidimensionalem CT“ erhoben.

Damit kann das Ausmaß der Arthrose meist schon sehr genau bestimmt werden. Die funktionelle Muskeleinheit am Schultergürtel, die sogenannte Rotatorenmanschette, muss immer mitbeurteilt werden. Denn davon abhängig gestalten sich auch die Art der chirurgischen Eingriffe zur Behandlung der Schulterarthose. Dazu wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung und ggf. eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, da Weichteilstrukturen wie Muskel und Sehnen mit   Röntgenstrahlen nicht gut darstellbar sind.

Schulterarthrose – chirurgische Eingriffe

Wenn es nicht gelingt, die Funktionalität des Schultergelenkes mit herkömmlichen therapeutischen Interventionen wiederherzustellen, stehen verschiedene chirurgische Behandlungsverfahren zur Verfügung.

Im einfachsten Fall wird das geschädigte Knorpelgewebe arthroskopisch entfernt (Debridement). Das Debridement allein hält jedoch das Fortschreiten der Arthrose nur in den seltensten Fällen auf, nach einer gewissen Zeit treten bei den meisten Patienten wieder Beschwerden auf. Hier kann durch eine endoprothetische Versorgung die Funktion des Schultergelenks wiederhergestellt werden.

Dabei wird das geschädigte Schultergelenk teilweise (Hemiprothese) oder gänzlich (Totalendoprothese) ersetzt. Manchmal ist es auch möglich, am Oberarmkopf eine sogenannte Kappenprothese (ähnlich einer Überkronung) zu implantieren. Die Entscheidung für die eine oder andere Technik hängt immer von den Voraussetzungen beim einzelnen Patienten ab.

Als Materialien werden Titanlegierungen und ähnlich gut verträgliche Werkstoffe wie Keramik und Polyethylen verwendet. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 1,5 bis 2,5 Stunden. Nach dem Eingriff ist mit einem Krankenhausaufenthalt von einigen Tagen zu rechnen. Eine physiotherapeutische Behandlung sollte so bald wie möglich darauf erfolgen, um einen optimalen Heilungserfolg zu erzielen.