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Schulterfraktur (Articulatio humeri) Chirurgische Behandlung

Als Schultergelenk (Articulatio humeri) bezeichnet man die Verbindung zwischen Oberarmkopf (Caput humeri) und Schulterblatt (Scapula). Der Anteil einschränkender knöcherner Strukturen ist im Schultergelenk relativ klein. Es wird hauptsächlich von Muskulatur gestützt. Diese Art des Aufbaus macht es zum beweglichsten Kugelgelenk des menschlichen Körpers, allerdings auch besonders anfällig für Verrenkungen und andere Verletzungen.

Zum Schulterbereich zählt auch das Schlüsselbein (Clavicula), das aufgrund seiner anatomischen Struktur und Lage wie auch der Oberarmknochen (Humerus) häufig von Brüchen betroffen ist. Ursache für Brüche im Bereich der Schulter sind meist Sportunfälle (Ski-, Rad-, Motorradsport, Reiten) oder insbesondere bei Menschen mit Osteoporose und Stürze im Alltag.

Wie erkennt man eine Schulterfraktur? Symptome im Überblick

Das wichtigste Symptom ist starker Schmerz im Bereich des Bruches. Die Beweglichkeit des Gelenks ist stark eingeschränkt, manchmal sogar unmöglich. Um die Bruchzone können Hämatome oder Schwellungen auftreten. In seltenen Fällen treten Bruchstücke oder Teile des Knochens durch die Haut (offener Bruch).

Manchmal kommt es durch die Dislokation des Knochens oder einzelner Knochenteile auch zur Kompression von Nerven und zu Sehnen- oder Gefäßverletzungen. Symptomatisch zeigen sich dann Durchblutungsstörungen oder Lähmungserscheinungen.

Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

Schulterfraktur – die Diagnostik

Frakturen werden klinisch nach dem Vorliegen von sicheren beziehungsweise unsicheren Frakturzeichen beurteilt. Sichere Frakturzeichen sind beispielsweise sichtbare (durch die Haut dringende) Knochenteile oder abnorme Beweglichkeit eines Gelenks. Als unsichere Frakturzeichen gelten Symptome wie Schwellung, Schmerz und Bewegungseinschränkung. Die klinische Diagnosestellung wird immer durch bildgebende Verfahren, vor allem Röntgen und/oder Sonografie, abgesichert.

Schulterfraktur – chirurgische Behandlungsmöglichkeiten

Glatte Brüchen von Schulterblatt oder Schlüsselbein, bei denen keine Verschiebung der beteiligten Knochenstücke vorliegt und die Knochenenden knapp beieinander liegen, verheilen innerhalb von wenigen Wochen von selbst. Eine Ruhigstellung des Oberarmes mittels Schlinge oder Spezialbandage ist dafür gewöhnlich ausreichend.

Verschobene Brüche, bei denen die Knochenenden auseinander weichen, müssen dagegen chirurgisch reponiert werden. Davon sind häufig Frakturen am Oberarmkopf betroffen, bei denen es sich meist um sogenannte Berstungsbrüche handelt. Dabei entstehen zahlreiche einzelne Bruchfragmente, welche Zugbelastungen durch die am Humeruskopf ansetzenden Sehnen ausgesetzt sind. Dadurch kommt es zu weiteren Verschiebungen der Bruchstücke. Ein solcher Bruch ist auf konventionelle Art nicht mehr behandelbar, eine chirurgische Intervention daher unumgänglich.

Die Frakturfragmente werden in so einem Fall mit Platten oder Schrauben fixiert. Dies erfolgt über eine minimalinvasive chirurgische Technik, die als MIPO (minimalinvasive Plattenosteosynthese) bezeichnet wird. Die dabei eingesetzten Platten und Schrauben werden nach einer meist einjährigen Abheilphase mittels derselben Technik wieder entfernt. In der Regel ist die Fraktur bis zu diesem Zeitpunkt komplett verheilt. Komplikationen (Lockerung der Platte, Infektionen, Durchblutungsstörungen) können vorkommen, sind aber äußerst selten. Zu beachten ist lediglich, dass in den ersten Monaten nach der Operation das Gelenk nicht zu stark belastet werden darf.

Sehr selten sind die Bruchstücke nicht sicher oder ausreichend mit Platten und Schrauben zu fixieren. In diesen Fällen kommen für die Schulterfraktur prothetische Operationsverfahren in Frage. Dies können je nach Zerstörungsgrad der Schulterfraktur anatomische oder inverse Prothesensysteme bedeuten. Das heißt das zerstörte Schultergelenk wird durch ein künstliches ersetzt (siehe auch Schulterprothese).