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Laut Focus Ärzteliste gehört Dr. med. Georgousis zu Deutschlands besten Schulter- und Ellenbogenspezialisten.

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Schulterinstabilität Wie entsteht eine Schulterausrenkung (Schulterluxation)?

Von einer Schulterinstabilität spricht man immer dann, wenn aus verschiedenen Gründen die Schulter nicht mehr in ihrer natürlichen Position gehalten werden kann. Oft tritt dieses Problem auf, wenn die Schulter gewaltsam ausgekugelt wurde. Dafür reicht schon ein unglücklicher Sturz auf den ausgestreckten Arm oder einer Verletzung beim Sport.

Dabei kommt es zur Auskugelung (Luxation), weil der Oberarmkopf nach vorne über den vorderen Pfannenrand rutscht und sich dort verhakt. Das ist eine schmerzhafte Angelegenheit und in den meisten Fällen muss die Schulter unter Narkose in einem Krankenhaus wieder eingekugelt (reponiert) werden.

Schulterinstabilität durch Auskugeln

Leider bleibt es oft nicht nur beim Auskugeln. Sehr häufig reißt dabei das Gewebe vom vorderen Pfannenrand ab. Dieses Gewebe besteht aus einem festen Faserknorpelring, der die Pfanne so weit vergrößert, dass der Oberarmkopf seine Position halten kann. Der Faserknorpelring wird medizinisch als Labrum bezeichnet. Wenn das Labrum nach einer Verletzung nicht in der richtigen Position verheilt, können manche Bewegungen nicht mehr richtig ausgeführt werden.

Sie als Patient haben das Gefühl, dass Ihre komplette Schulter instabil ist und vermeiden nach Möglichkeit Bewegungen, die für Sie unangenehm sind. Bei einer ausgeprägten Schulterinstabilität kann es schon bei geringsten Bewegungen zu einer erneuten Auskugelung (Luxation) der Schulter kommen. Dazu reicht es schon, den Autositz nach vorne zu ziehen oder sich im Schlaf ungünstig zu bewegen. Bei einer geringergradigen Schulterinstabilität kann es nur zu einer Teilauskugelung (Subluxation) kommen.

Behandlungs- und Operationsmöglichkeiten

Schulterinstabilität ohne vorherigen Unfall (nicht unfallbedingte Schulterinstabilität)

Nicht immer entsteht eine Schulterinstabilität nach einem Unfall. Schulterspezialist, Chefarzt Dr. med. Harris Georgousis hat es auch manchmal mit Patienten zu tun, bei denen die Armauskugelung spontan ohne traumatische Einwirkung entsteht. Bei diesen Patienten muss die Schulter meist nicht ärztlich wiedereingekugelt (reponiert) werden, sondern sie schiebt sich von alleine wieder an ihren Platz.

Eine Ursache dafür ist eine zu weite Gelenkkapsel, in der der Oberarmkopf ganz leicht über den Pfannenrand raus und zurückrutschen kann. Das Ergebnis ist allerdings das Gleiche – die Schulter ist instabil und viele Bewegungen fallen schwer bzw. sind unmöglich.

Schulterinstabilität – die Behandlung (konservativ oder operativ?)

Die nicht unfallbedingte Schulterinstabilität sowie Teil- oder geringradige Schulterinstabilität wird zunächst immer konservativ behandelt. Hier erfolgt eine professionelle Krankengymnastik mit dem Ziel sekundäre Stabilisatoren der Schulter wie z.B. die umgebende Muskulatur zu stärken und aufzubauen.

Bei der unfallbedingten Schulterinstabilität ist die konservative Therapie nicht ganz einfach, da es nicht oder kaum möglich ist, durch Ruhigstellung der Schulter, die verletzten Strukturen in die richtige Position zu bringen. Ein krankengymnastischer Muskelaufbau ist hier meist nicht erfolgversprechend.

Wenn aus verschiedenen Gründen eine konservative Therapie erfolgen muss beinhaltet das eine 2 – 3-wöchige Ruhigstellung in einer Schlinge oder einer Schulter Imobilisationsbandage mit anschließender Mobilisation. Da die Wahrscheinlichkeit einer Wiederauskugelung (Reluxation) nach einer frischen unfallbedingten Schulterluxation bei einem 20-jährigen bei ca. 90% liegt, ist es in den meisten Fällen allerdings angebracht, eine operative Behandlung durchzuführen. Es handelt sich dabei um einen relativ kleinen Eingriff, der arthroskopisch durchgeführt werden kann.

In den Fällen, wenn die Schulterinstabilität chronisch wird, d.h. es zu mindestens 2 oder mehr Wiederauskugelungen (Reluxationen) gekommen ist, ist bei einer konservativen Therapie eine weitere Wiederauskugelung (Reluxation) fast unausweichlich! Hier kann nur die operative Therapie zum Erfolg d.h. zur einer stabilen Schulter führen.

Schulterinstabilität – Was passiert bei einer Operation?

Meist kann die Operation einer frischen unfallbedintgten Schulterinstabilität arthroskopisch durchgeführt werden. Dabei werden in den knöchernen Rand der Gelenkpfanne Nahtanker eingebracht. So wie ein Schiffsanker über Ketten verfügt, sind hier Fäden angebracht, die durch das abgerissene Labrum geführt werden. Damit werden die abgerissenen Strukturen (meist nur Labrum und anhängende Bänder) wieder anatomisch, d.h. an der richtigen Stelle an der Gelenkpfanne befestigt.

Wenn die Verletzung schon länger zurückliegt und die abgerissenen Strukturen sich ihren eigenen Platz gesucht haben, kann mit arthroskopischen Instrumenten die dadurch entstandene Fehlposition beseitigt werden. Bei Patienten mit wiederkehrenden Auskugelungen (Reluxationen) also chronischer Schulterinstabilität ist das Verletzungsmuster komplexer d.h. mehrere Strukturen können betroffen sein (Labrum, Bänder, Kapsel, Knochen / knöcherner Pfannenrand, Sehnen, Rotatorenmanschetten Intervall), so dass hier alle verletzten Strukturen operativ adressiert werden müssen.

Diese Operation erfolgt nach aktueller Beurteilung der Verletzungen vor Ort, durch eine Arthroskopie, minimal invasiv, mini-offen, in gleicher Sitzung. Dabei ist das Ziel durch operative anatomische Rekonstruktion / Wiederherstellung der verletzten Strukturen, volle Schulterstabilität bei späterer voller Beweglichkeit und Sportfähigkeit zu erreichen.

Bei Patienten mit Schulterinstabilität wo bereits mehrere Operationen ohne Erfolg durchgeführt wurden und oder ein großer knöcherner Defekt am vorderen Pfannenrand vorhanden ist können auch nicht anatomische Operationsverfahren zur Erreichung der Gelenkstabilität eingesetzt werden (Operation nach Bristow – Latarjet).

Schulterinstabilität – nach der Operation

Nach der Operation muss die Schulter für 3 Wochen in einer Schulterimmobilisationsbandage Tag und Nacht ruhiggestellt werden. Dabei kann der Ellenbogen mobilisiert / bewegt werden. Vorteilhaft ist, dass die Bandage beim An- und Ausziehen oder beim Duschen abgenommen werden kann. In der übrigen Zeit bleibt sie angelegt. Ab der 4. Woche wird die Schulter bis zur Horizontalen mobilisiert. Die Ruhigstellung in der Bandage erfolgt weiterhin zur Nacht. Ab der 7. Woche erfolgt die Mobilisierung in allen Ebenen und die Bandage kann weggelassen werden.